Reto Schmidiger Nur die Harten kommen in den Garten

11Jan/120

Optimaler Start in’s neue Jahr

Hoi zäme

Ich hoffe sehr, ihr seid gut in's 2012 gestartet.

Nach dem Training in Toblach (Südtirol) anfangs Jahr, sind wir direkt mit dem Auto nach Zagreb weiter gereist. Dort bestritt ich am 5. Januar 2012 meinen vierten Weltcup Slalom dieser Saison. Bei schwierigen äusseren Bedingungen hatten die Helfer die Piste so gut wie möglich präpariert. Nach dem ersten Lauf landete ich auf dem Zwischenrang 22. Im zweiten Durchgang wollte ich von den wesentlich besseren Pistenverhältnissen profitieren und brachte auch eine starke Fahrt ins Ziel. Ein kleiner Fehler anfangs eines Flachstückes kostete mich aber einige Zehntel. Es gelang mir aber trotzdem drei Ränge gut zu machen und ich erreichte mit dem 19. Rang das zweitbeste Ergebnis dieser Saison. Zudem erlebte ich  zum ersten Mal, wenn auch nur ganz kurz, wie man sich in der Leaderbox eines Weltcuprennens fühlt...
Ich hätte es dort ganz ehrlich gesagt noch ein paar Minuten länger ausgehalten... :-)

Von Zagreb ging es am nächsten Tag mit dem Flieger weiter nach Bern Belp, wo wir dann direkt nach Adelboden fuhren. Die Heimrennen standen auf dem Programm. Beim Slalom vom Sonntag startete ich mit Nummer 33 ins Rennen. Es gelang mir eine super Fahrt und ich landete nach Halbzeit auf dem 15. Rang. Im zweiten Lauf konnte ich mich, trotz eines Innenskifehlers bei der Einfahrt zum Zielhang, auf Platz 13 verbessern. Diese Klassierung erlaubt es mir, am Lauberhorn Slalom zum ersten Mal in der Gruppe  der 30 besten Slalom Fahrern zu starten.

Wie immer einmalig war die Zuschauerkulisse in Adelboden!! Die Atmosphäre am Chuenisbärgli ist einfach speziell. Die Einfahrt in den steilen Zielhang mit den Zuschauertribünen, die wehenden Schweizerfahnen und die lautstarke Unterstützung  der Schweizer Fans ist absolut genial!! Herzlichen Dank an dieser Stelle natürlich dem Fanclub für die tolle Unterstützung in Adelboden. Ganz speziell danke ich aber für das geniale Transparent, welches sich sehr gut zwischen denen der "arrivierten" Fahrer macht.  ;-)

Heute sind wir nach Veysonnaz eingerückt, wo wir uns für den Slalom in Wengen vorbereiten. Ich freue mich sehr auf die kommenden Wettkämpfe und hoffe, dass ich den Schwung der letzten Rennen mitnehmen kann...

In diesem Sinne bis zum nächsten Mal.

Liebe Grüsse aus dem Unterwallis

Reto

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31Dec/112

Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende.

Hoi Zäme

Nach dem Nachtrennen in Flachau, bei dem mir zwei konstant gute Läufe gelungen sind, fuhren wir am nächsten Tag nach Hause, um in die Weihnachtspause zu gehen. Das Weihnachtsfest verbrachte ich in Surcuolm mit meiner Familie. Es waren traumhafte Wintertage im tief verschneiten Obersaxen.

Am 28. und 29. Dezember fanden die FIS Rennen in Sörenberg statt. Das "Heimrennen" verlief für mich nicht nach Wunsch, im ersten Rennen landete ich schlussendlich auf Platz 50, nachdem ich im ersten Lauf zurücksteigen musste und auf dem 89. Rang landete. Mit dem zweiten Rennen war ich dann schon ein bisschen glücklicher, ich wurde 4.

Bevor es dann bald wieder mit den Rennen weiter geht, trainieren wir anfangs Jahr noch zwei Tage und fliegen dann am 4. Januar nach Zagreb, wo wieder ein Nachtslalom auf dem Programm steht.

Ich freue mich jetzt schon riesig auf die nächsten Weltcupeinsätze , vor allem natürlich auf die Schweizerrennen! :-)

In diesem Sinne wünsche ich allen einen guten Rutsch und für das 2012 nur das Beste! Allen herzlichen Dank für die tolle Unterstützung!

Liebe Grüsse

Reto

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20Dec/114

Super Erlebnis trotz…

Am 22. November begann für mich die lange Reise nach Amerika.

Von Zürich flogen wir über Frankfurt nach Denver. In Denver übernachteten wir, und am nächsten Morgen ging es mit einem Leihauto weiter nach Silverthorn.  

Dort war für uns, Marc Berthod, Martin Vallazza (Physio), Reto Weisskopf (Konditrainer und Koch), Reto Schläppi (Gruppentrainer), Matjaz Naglic (Servicemann) und mich ein Appartement für vier Nächte reserviert. Die Trainings fanden jeweils in Vail statt. Bei super Bedingungen konnten wir uns dort auf die Wettkämpfe vorbereiten.

Die ersten zwei NorAm-Slaloms bestritten wir in Loveland, gleich anschliessend fanden zwei  NorAm-Riesenslaloms in Aspen  statt. Mit den beiden Slaloms, bei denen ich die Ränge 10 und 11 belegte, war ich zufrieden. Ich hatte mich wieder schnell an das Wettkampfgefühl gewöhnt.

In Aspen bestritt ich nur einen Riesenslalom, der mir nicht nach Wunsch gelang. Am anderen Tag machte ich eine Pause.  Von Aspen reisten wir direkt nach Beaver Creek.

Am 4. Dezember startete ich mit Nummer 44 zu meinem ersten Weltcup-Riesenslalom. Ich hatte im oberen Teil eine gute Fahrt, im Schlussteil schlichen sich jedoch kleine Fehler ein, und ich verpasste den Sprung in den zweiten Lauf um 26 Hundertstel.

Wegen zu wenig Schnee in Val d’Isère wurden die Rennen von Frankreich nach Beaver Creek verschoben. So wollte ich bei meiner nächsten Riesenslalomchance am 6. Dezember unbedingt den zweiten Lauf erreichen. Es gelang mir im oberen Teil wieder eine gute Fahrt, im unteren Streckenteil hatte ich kleine Fehler, und im Ziel wurde es einmal mehr eng. Dieses Mal waren es „lumpige“ 4 Hundertstel.

So versuchte ich mein Glück bei meiner letzten Chance in Amerika für diesen Winter. Zwei Tage später fand der verschobene Slalom von Val d’Isère in Beaver Creek statt.

Mit Startnummer 34 hatte ich reelle Chancen für die Finalqualifikation. Ich fand den Rhythmus im Lauf aber nicht und hatte ein schlechtes Gefühl, ebenso schlich sich im Mitteilteil meiner Fahrt ein Fehler ein. Leider reichte es mir deshalb auch im Slalom knapp nicht für den zweiten Lauf.

Nach 17 Tagen Amerika nahmen wir die Rückreise in die Schweiz wieder in Angriff. Es war für mich ein super tolles Erlebnis, mit dem kleinen Hacken, dass mir in drei Rennen im Gesamten lediglich 48 Hundertstelssekunden für die Qualifikation zu den zweiten Läufen fehlten! Auch meine Englischkenntnisse konnte ich ein wenig auffrischen;-).

Einen kleinen Sondereffort in Form einer Nachtschicht leistete  mein Mami. Das Gepäck kam mit Verspätung aus Amerika an, deshalb hatte sie genau 12 Stunden Zeit, um meine Wäsche wieder auf Vordermann zu bringen, bevor ich nach Italien weiterfuhr, um mich für die  nächsten Rennen im Europacup und den Weltcupeinsatz in Alta Badia vorzubereiten.

Die ersten Weltcuppunkte der Saison
Im vierten Anlauf schaffte ich im Weltcupslalom von Alta Badia den Sprung in die ersten 30. Mit einer guten Fahrt landete ich im ersten Lauf auf Rang 20. Leider gelang es mir (noch) nicht, die gute Ausgangslage zu nutzen und ich rutschte nach einer "verknorzten" Fahrt auf Rang 28 ab. Aber die ersten Punkte sind schon mal im Trockenen!
Morgen geht es mit dem Weltcup Nachtslalom in Flachau weiter, darauf freue ich mich sehr.

Schon jetzt allen herzlichen Dank für's Daumendrücken

Ich wünsche allen fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch in's neue Jahr.

See you in Adelboden ;-)

Euer Reto

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